Veranstaltungs und Seminarkonzept für die Ersatzräume

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Gliederung:
1. Themen
2. Zeit
Vorschläge für die Zwischenzeit
erster Zeitplan
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Themen

Grundsätzlich sind die Räume offen für alle Themen, wenn sie so formuliert sind, dass sie das Offenheitsprinzip nicht verletzen. Wir schlagen aber vor, vier Themenkomplexe besonders ernst zu nehmen, wenn unser Konzept sich in den Räumen widerspiegeln soll. Die Themenkomplexe sind nicht klar voneinander trennbar:

1. Emanzipative Politik, Herrschafts- und Diskriminierungsfreiheit

* Warum? In unserem Konzept setzen wir uns einen für alle offenen Raum zum Ziel, der insbesondere auch für gesellschaftlich diskriminierte Gruppen attraktiv ist. Wir wollen anders lernen, uns basisdemokratisch organisieren, Herrschaft und Machtungleichgewichte in unserer Praxis nicht entstehen lassen.
* Wie? Zum Beispiel in Abendveranstaltungen mit Flüchtlingsinitiativen, emanzipativ orientierten Migrant_inneninitiativen, Freiraum-Aktivist_innen, ABQueer… aber auch in Workshops und Seminaren, z. B. Awareness, Rhetorik, Anarchismus-Seminar…

2. Aktionsorientierte Angebote

* Warum? Um in Bewegung zu bleiben. Die Aktionswoche war immer dann wirkungsvoll, wenn gesetzte Grenzen überschritten wurden, zum Beispiel bei der Critical-Mass-Fahrraddemo, beim Banküberfall, der Villa-Besetzung oder bei den Spontandemos. Diese eingeübte Praxis darf nicht verloren gehen. Die Erfahrungen, die wir gemacht haben, sollten wir komplettieren und weitergeben für kommende Protestsemester.
* Wie? Aktionstraining, Clownsworkshop, Besetzungsworkshop, verstecktes Theater, Rhetorik, Kopenhagen, Out-of-Action etc.

3. Utopien, Alternativen und Kritik am Kapitalismus

* Warum? Für die Emanzipation im großen, gesellschaftlichen Zusammenhang; um auf die Krise vorbereitet zu sein…
* Wie? Abendveranstaltungen zur Krise, Workshops zu Partizipativer Ökonomie…

4. Neue Medien und informationelle Selbstbestimmung, Open Source und Creative Commons

* Warum? Im Konzept war auch an einen Hackpool gedacht. Es sind ne Menge empowernde Angebote denkbar, und ohne IT-Menschen fehlt der virtuelle Freiraum. Außerdem gibt es diese Kompetenz einfach haufenweise an der TU, und wir haben die entsprechenden Leute bisher noch nicht angesprochen, ob sie sich beteiligen wollen.
* Wie? Linux-Selbsthilfe-Sprechstunden, Installations-Parties, Stop-Motion-Filme, Workshops zu Verschlüsselung von Mails und Festplatten…

Neben diesen Vier Themenkomplexen werden sicher auch viele andere Themen stattfinden, zum Beispiel:

5. Musisch-kulturelle Angebote

wie impro-Theater, Akustik-testen in den Gängen und Foyers der TU… Diese Angebote sind zum Beispiel als Querschnitts-Angebote möglich. Eigentlich darf die musisch-kulturelle Seite auf keiner noch so ernsten Veranstaltung fehlen. Sie gehört einfach dazu.

6. Umweltthemen

Zeit

Wie gehen wir mit der Zwischenzeit um?

Probleme: wenig Menschen auf dem Campus wegen VL-freier Zeit. Räume noch nicht fertig
Ideen zum Umgang damit:

1. In Phasen, wenn viele von uns in Berlin sind: Workshops speziell für uns und unsere Freund_innen, zum Beispiel zur Gestaltung der Treffen, Out-of-Action-Workshop, Rhetorik, Awareness, Dokumentation der Ereignisse

2. Im September 1-2 Abendveranstaltungen in Räumen, die mit der Besetzung verknüpft sind, zum Beispiel im Projektraum Neukölln (daher haben wir die Rechner), in der Friedelstr. 54 (diente vielen Bildungsstreik-Aktien als Treffpunkt) oder der Naturfreundejugend in Freidrichshain…

3. Ein bis zwei Intensiv-Wochen Anfang Oktober.
* Zur Werbung für die ZW-Räume
* Um einen Anfangspunkt zu setzen
* damit sich schonmal eine Praxis einspielen kann
* Um als Ort in den Einführungsveranstaltungen vorzukommen
* Was? Räume mitgestalten, möglichst oft Vokü anbieten, Rückblick auf den Streik/Vorblick auf das neue Semester, Linux-installationsparty…

4. Alternative Seminare suchen und reinholen, z.B. über das AVV

==> Vorschlag für einen groben Zeitplan

August/September (je nachdem, wann viele von uns in der Stadt sind):
Workshops für uns und Freund_innen
September: Ein bis zwei Abendveranstaltungen in Neukölln oder Friedrichshain

Oktober: Intensiv-Wochen, Einweihungsparty

November: Auftaktveranstaltung – z.B. WBA-Workshoptag Alternativen zum Kapitalismus (Dafür liegt uns schon ein Angebot vor…)